Gebet für unser Land und ganz persönlich – wie kann ich heute beten?

Deutschland, Europa, die ganze Welt werden im Jahr 2020 erschüttert durch die Folgen der Corona Pandemie. Viele sagen, wie seit dem Ende des zweiten Weltkrieges nicht mehr, was die wirtschaft­lichen und gesell­schaft­lichen Heraus­for­de­rungen angeht. Doch nicht nur auf der Makro­ebene von Ländern und Konti­nenten, sondern auch auf der Mikro­ebene im Leben jedes Einzelnen eröffnen sich ganz neue Heraus­for­de­rungen. Wie kann man mit diesen als gläubiger Christ im Gebet für das ganze Land, aber auch sein persön­liches Leben umgehen?

Als XHOPE, Kirche am Puls der Zeit, beginnen wir im Januar das Neue Jahr, und im September das neue Schuljahr jeweils mit 14 Tagen des Gebets. Diese Zeit soll bewusst der Ausrichtung auf Gott, aber auch des Hinhörens und Bittens um seinen Segen dienen. So sollen in diesem Beitrag zwei Impulse zum Thema Gebet aufge­griffen werden.

In den Riss treten für Deutschland – Gebet verändert unser Land

Im Alten Testament lesen wir in den Büchern Hesekiel, Jesaja oder den Psalmen davon, dass Gott „einen Mann suchte, der die Mauern zumauern und vor mir in den Riss treten würde für das Land, damit ich es nicht verderben würde“ (nach Hesekiel 22, 30). Wenn in einer Schlacht eine „Bresche / ein Riss“ in der Formation geschlagen wird, kommt es schnell zur Niederlage. Ein ähnliches Bild ist das der Mauer, die einen „Riss“ hat – wo eine Lücke klafft und die Feinde in die zu vertei­di­gende Stadt eindringen können. Die Bibel gebraucht dieses Bild des Risses, wo sich das Volk Israel von Gott abgewandt hatte. Anderen Göttern zuwandte. Oder wie im Fall von Nehemia förmlich die Mauern der Stadt Jerusalem durch die Feinde nieder­ge­rissen waren. Gott jedoch hielt Ausschau nach einer Person, die diese „Lücke“ als Fürbitter ausfüllen würde.

Wie können wir also für Deutschland beten?

Aus einer Haltung der Demut und des Wissens um unsere Schuld­haf­tigkeit dürfen wir einem allmäch­tigen, heiligen Gott gegen­über­treten und ihn bitten:

  • Herr, Gott, ich trete in den Riss für die Verfeh­lungen unseres Landes, unseres Volkes
  • Ich bitte dich um Vergebung, wo wir uns als Volk von dir entfernt haben
  • Vergib uns, wo wir dich aus unserer Mitte verdrängt haben. Wo wir unsere Hoffnung und unseren Glauben auf Wissen­schaft, mensch­liche Leistungs­fä­higkeit, Techno­logie und Technik setzen, aber nicht mehr auf dich
  • Herr, ich trete heute sprich­wörtlich in die Bresche und bitte dich ganz neu deinen Schutz über unserem Land aufzu­richten. Bewahre uns vor allem Übel und sei uns gnädig in dieser Zeit
  • Herr, wende ab alle Krankheit, alle Angst und Sorgen und schenke uns ganz neu deine Gunst, deine göttliche Versorgung, deine Heilung. Wir vertrauen dir. Du bist unser Heiler, unser Retter, unser Bewahrer, die starke Burg in der wir Schutz und Bewahrung empfangen dürfen

Zur Ermutigung sei daran erinnert, dass in allen Stellen des Alten Testa­ments die Bibel davon spricht, dass Gott „einen Mann unter ihnen“ (was selbst­ver­ständlich auch die Frauen einschließt) gesucht hat. Eine Person hat also gereicht, um das Schicksal einer ganzen Nation zu wenden. So dürfen auch wir heute glauben, dass das Gebet einer Person, weniger Gläubiger ausreicht, um den Arm Gottes zu bewegen und Segen, Rettung, Hoffnung und Zuver­sicht zu bringen.

Gott ist nicht der Ursprung von Krankheit, Angst und Sorgen, das möchten wir an dieser Stelle ganz klar betonen. Er liebt uns und will unser Bestes.

Brücken bauen zu Gott – im persön­lichen Gebet

In Johannes 14, 6 sagt Jesus von sich selbst: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.“

Im Dialog mit Gott wird die Beziehung zu ihm inten­si­viert, wir nahen uns ihm, stellen eine Verbindung her, überwinden Distanz. Im persön­lichen Gebet dürfen wir erleben, wie unser Gebet Brücken baut.

  • Die Brücke zu Jesus, dem Weg: Er gibt Wegweisung und bahnt Wege, wo wir vielleicht nur versperrte Türen sehen. Unser Gebet wird Türen öffnen. Lösungen in unmög­lichen und ausweg­losen Situa­tionen schaffen.
  • Die Brücke zu Jesus, der Wahrheit: Ja, es herrscht viel Verwirrung. Wem soll man glauben in diesen unsicheren Zeiten? Was kann noch die Basis für wichtige Lebens­ent­schei­dungen sein? Eines hat sich seit über 2.000 Jahren nicht geändert: Jesus ist und bleibt immer derselbe. Er ist von den Toten aufer­standen. Er lebt. Er redet noch heute zu uns und gibt Wegweisung und Orien­tierung für unser Leben. In der persön­lichen Beziehung zu ihm erfahren wir Hilfe bei Entschei­dungen. Empfangen Vision für unser Leben, für unsere Partner­schaft und Familien.
  • Die Brücke zu Jesus, dem Leben: Hoffnung, Zuver­sicht, Lebens­freude – in einem Dauer­bom­bar­dement von negativen Nachrichten, die rund um die Uhr auf uns einprasseln können sie verloren gehen. Doch Jesus ist ein Lebens­spender. Er will uns erfri­schen. Uns Herz und unser Mund sollen übersprudeln, voll des Lobes und der Bezeugung seiner Wunder. Im Gebet erfahren wir eine neue Hinwendung zu Jesus. Unser Fokus entfernt sich von den Umständen, die unsere Gefühle bestimmen und wendet sich hin zu einer himmli­schen Sicht­weise. Hoffnung, Zuver­sicht kehren ein und brechen sich durch unseren Geist Bahn in unsere Seele.

Nimm dir immer wieder, mitten in deinem Alltag Zeit und suche im Gebet diesen Jesus. Sei es am Morgen vor der Arbeit. In der Mittags­pause, vor dem Schlafen gehen. Sage es in deinem Geist, aber noch besser mit hörbarer Stimme:

Jesus, du bist der Weg und die Wahrheit und das Leben. Zeige mir den Weg für mein Leben, den ich heute gehen soll. Führe mich in der Wahrheit. Fülle mich mit deinem Leben, auch wenn sich meines leer und trostlos anfühlt. Komm Heiliger Geist und erquicke meine Seele mit göttlichem Leben.“

14 Tage Gebet im XHOPE Olching

Wenn du mit uns gemeinsam in den Riss treten willst, so laden wir dich herzlich ein. Von 13. Bis 26. September treffen wir uns im XHOPE zum gemein­samen Gebet, jeweils um 19.30 Uhr. Unter Einhaltung der Hygie­ne­vor­schriften wollen wir gemeinsam für verschie­denste Anliegen beten: Unsere Gottes­dienste, Kinder und Jugend­dienste, Klein­gruppen, Familie und Gesell­schaft und vieles mehr.

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